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Auf einen Blick


Maiers Goldankauf e.K.

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Wissenswertes über Gold & Co.

Ich möchte hiermit meinen Kunden und auch denen, die es vielleicht noch werden wollen, einen kurzen Einblick in die wesentlichen Informationen über Edelmetalle geben. Eigenschaften, Verwendung usw. Für manchen Spezialisten wird sicher das eine oder andere zu kurz kommen, aber in erster Linie soll hier dem Privatmann/frau geholfen werden. Gerne dürfen auch Sie mir neue Anregungen und Tipps geben und natürlich auch Fragen stellen, ich werde versuchen diese zu beantworten (ohne Gewähr) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Gold:
chemisches Zeichen Au lateinischer Name Aurum, spezifisches Gewicht 19,3 (Dichte g/cm3 bei 20Grad Celsius), Feingold Schmelzpunkt ca. 1063 Grad Celsius, in homogenen Mineralsäuren unlöslich, Gold ist in Cyanidlösungen und in Königswasser 2/3 konzentrierte Salzsäure und 1/3 Salpetersäure, löslich Verwendet wird es als Kapitalanlage, im Münzwesen, in der Schmuckindustrie sowie in der Elektro- und Dentaltechnik. Die extreme Dehnbarkeit dieses Edelmetalls ist rekordverdächtig. Beispielsweise kann Gold zu einem Goldblatt von 1/10.000 mm Stärke verarbeitet (gehämmert) werden oder eine Unze Gold (31,1 g) kann (ohne zu reisen) zu einem Faden von 56 Kilometer Länge gezogen werden. Sämtliches Gold der Erde würde einen Würfel mit ca. 18 Metern Kantenlänge ergeben.

Silber:
chemisches Zeichen Ag lateinischer Name Argentum, spezifisches Gewicht 10,5, Feinsilber Schmelzpunkt genau 960,8 Grad Celsius Seine Verwendung ist sehr vielseitig: Kapitalanlage, Münzwesen, Schmuck, Solar-, Wärmetechnik (bester Wärmeleiter), in der Fotoindustrie, Raumfahrt,...

Platin(metalle):
chemisches Zeichen Pt → spanisch und bedeutet schlechtes Silber, spezifisches Gewicht 21,45, der Schmelzpunkt liegt bei 1769 Grad Celsius, Platin wird von Säuren nicht angegriffen Durch den hohen Schmelzpunkt wird Platin in der Katalysatortechnik eingesetzt, aber auch hier wieder als Schmuck und im Münzwesen (meist Russland), und als Legierungsbestandteil im Dentalbereich → Säurebeständigkeit

Palladium:
gehört auch zu den Platinmetallen sein spezifisches Gewicht liegt bei 11,97 und sein Schmelzpunkt ist für die relativ geringe Dichte auch recht hoch, bei 1552 Grad Celsius. Palladium wird oft in Weissgold- legierungen verwendet, ca. 6% Palladium genügt um Gold seine typisch gelbe Farbe zu nehmen, auch in der Katalysator Technik, Münzwesen (meist Russland à Ballerina), Dental und Schmuckindustrie

Rhodium:
chemisches Zeichen Rh griechisch, spezifisches Gewicht 12,5, ein sehr hoher Schmelzpunkt von 1960 Grad Celsius, ist Säuren gegenüber sehr beständig, wird auch nicht von Königswasser angegriffen, typisches Metall um Silber einen Anlaufschutz zu geben → Überzugsmetall (Oberflächenveredelung). Weitere Verwendung findet Rhodium auch in der Katalysatortechnik sowie als Laboratoriumsgeräte, Thermoelemente z.B. in der Glasschmelze

Ruthenium:
chemisches Zeichen Ru lateinischer Name Russlands Ruthenia, spezifisches Gewicht 12,43, ist säureunlöslich daher auch wieder Verwendung als Laboratoriumsgeräte, sein Schmelzpunkt liegt bei 2310 Grad Celsius

Iridium:

chemisches Zeichen Ir, spezifisches Gewicht 22,4 und ein Schmelzpunkt bei 2443 Grad Celsius, ist sehr hart und gegen die meisten Chemikalien beständig, wird in Zündkerzen von Flugzeugmotoren verwendet und als Auflage auf Schreibfederspitzen

Osmium:
chemisches Zeichen Os, spezifisches Gewicht von 22,48 damit ist Osmium der schwerste Stoff auf der Erde, der Schmelzpunkt ist mit 3050 Grad Celsius sehr hoch und daher ist es auch einer der am schwersten zu schmelzenden Stoffe


Gold ist überall auf der Welt vorhanden und noch nicht mal selten. Ob auf den Kontinenten, im Meer und in uns selbst. Die Konzentration und die Form des Goldes sind jedoch recht unterschiedlich. Normalerweise kommt Gold in der 15 km starken Erdkruste mit einer Konzentration von 0,005 g/t vor. Das sind zwar schätzungsweise insgesamt 30 Milliarden (!) Tonnen Gold, doch lohnt ein wirtschaftlicher Abbau nicht.Schätzungen gehen davon aus, dass alles bis heute weltweit geförderte Gold (in etwa 95.000 Tonnen) noch zu über 90% vorhanden ist. Das Edelmetall kommt selten in Reinform (als Goldklumpen, engl.: Nugget), sondern meist in Form von Legierungen vor. Wichtigste sind die so genannten "Buntmetalle" wie Kupfer und Nickel.

Silber kommt gediegen in der Natur vor. Dabei tritt es oft in Form von Körnern und als drahtigen verästeltes Geflecht in hydrothermal gebildeten Erzgängen auf. Wichtigste Silbervorkommen findet man in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko,) oder in Südamerika (Bolivien, Peru). Außer den Silbererzen werden noch silberhaltige Erze abgebaut. (die oft geringe Mengen Silber (0,01–1 %) enthalten. Dies sind häufig Bleiglanz (PbS) und Kupferkies (CuFeS2). Silber wird häufig als Nebenprodukt bei der Kupfer- oder Bleiherstellung gewonnen. Das seltene Element Silber, kommt mit etwa 0,079 ppm (entsprechend 0,0000079 Prozent) in der Erdkruste vor. Silber kommt ca. 20 mal häufiger vor als Gold.

Platin Vorkommen wird an der obersten 16 km dicken Erdkruste auf 5-10-7% geschätzt. In der Häufigkeitsliste der Elemente an steht es an der 76. Stelle. Nahe von Gold und Palladium. Platin findet man oft zusammen mit anderen Platinmetallen. Diese kommen entweder gediegen oder als Mineral vor. Platinmetalle-Vorkommen unterscheidet man in primäre und sekundäre Lagerstätten. Erstere (sog. Bergplatin) finden man im Ural (1843 wurde ein 12 kg Platinbrocken gefunden), Südafrika (mit 93% der gesicherten Weltreserven), Kanada und den USA). Die sekundären Platinseifen (durch Verwitterung entstandenen) werden in Kolumbien oder Russland gefördert

Palladium oder palladiumhaltige Legierungen in Fluss-Seifen finden man im Ural, Nord- und Südamerika, Äthiopien und in Australien. Seit Jahrzehnten sind diese aber weitestgehend ausgebeutet worden. Meist wird es aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen. Geschätze. 40% stammen aus der russischen Förderung. Durch das rezyklen der Abgaskatalysatoren und der Möglichkeit zur Gewinnung aus abgebrannten Brennelementen, wird der Anteil von Palladium ansteigen.

Rhodium Vorkommen sind in Nord- und Südamerika, Südafrika, Ural und in den sulfidischen Kupfer-Nickelerze des Sudbury-Komplexes in Ontario zu finden. Es wird meist als Ammoniumhexachlororhodat (NH4)3RhCl6 gewonnen und mittels Wasserstoff bei sehr hohen Temperaturen zum Metall reduziert. Die Jahresproduktion liegt weltweite bei ca. 25 Tonnen. Durch den Anteil von einigen Prozenten in abgebrannten Brennelementen kann Rhodium auch aus diesen gewonnen werden. Das aus abgebrannten Brennelementen gewonnene Rhodium enthält aber radioaktive Isotope mit einer Halbwertszeit bis zu 45 Tagen und muss lange genug gelagert werden, bis die Radioaktivität unbedenklich abklingt.

Ruthenium ist ein seltenes Edelmetall. Der Anteil an der obersten Erdkruste ist auf ca.5-10-6 Prozent geschätzt, und liegt in der Vorkommensliste der Elemente in der Nähe des Osmiums. Als Begleiter des Platins tritt Ruthenium auch in sehr geringen Mengen auf. Im seltenen Mineral Laurit ist es auch zu finden. Durch die Gewinnung von Platinmetallen wird Ruthenium durch Oxidation mit Chlor und Destillation des RuO4 erhalten.

Iridium Vorkommen liegen in Nord- und Südamerika, Südafrika, Ural, Borneo, Tasmanien, und Japan. Es ist seltener als Gold oder Platin! Naturgemäß tritt es in Form von kleinen Körnern oder auch in Begleitung des Platins. Iridium und andere Elemente der Platingruppe finden man in Flusssanden und bei der Verhüttung von Nickelerzen.

Osmium hat ein Anteil von 1-10-6% an der Erdkruste und ist daher sehr selten. Die wichtigsten Vorkommen sind die platinmetallreichen Nickelerze in Kanada, Südafrika und Russland. Sekundäre Lagerstätten befinden sich auf Borneo, in Kolumbien, am Fuß des Urals und Äthiopien.


Gold: An der Spitze der von der Natur begünstigten Staaten steht Südafrika, gefolgt von USA und Australien. Die weltweite Nachfrage pro Jahr liegt derzeit bei rund 3.600 Tonnen, Tendenz steigend. Dagegen liegt die tatsächliche Fördermenge von Gold bei nur bei ca. 2.700 Tonnen (im Jahr 2002). Das Defizit an Gold muss durch den Verkauf von Zentralbankbeständen und Recyclingmaterial ausgeglichen werden. Im Jahre 2002 betrug die industrielle Nachfrage 3.175 Tonnen Gold, wovon der Großteil in Höhe von 2.689 Tonnen zu Schmuck verarbeitet wurde. Weitere 252 Tonnen benötigten die Münzprägestätten, um Münzen und Barren herstellen zu können. In den nächsten Jahren wird das Angebot von förderbarem Gold nicht spürbar zunehmen können. Bedingt durch den tiefen Goldpreiskurs über viele Jahre hinweg wurden die Minengesellschaften zum Sparen gezwungen und so blieb kein oder zuwenig Geld für Explorationsausgaben übrig. Experten schätzen, dass von der Exploration bis zur ersten geförderten Unze Gold durchschnittlich 5-7 Jahre vergehen. Die Nachfrage nach Gold schwankt naturgemäß und ist zudem von wirtschaftlichen und politischen Faktoren, aber auch von bestimmten länderspezifischen Ereignissen abhängig. Historisch belegt ist die Tatsache, dass Gold immer von aufstrebenden Wirtschaftsnationen angezogen wird. So sollte es heutzutage nicht verwundern, dass eine im Trend steigende Nachfrage aus Asien kommt. Das betrifft nicht nur Gold, sondern auch verstärkt Platin und Silber.

Silber: Die weltweite Nachfrage pro Jahr beträgt ca. 800 Millionen Unzen Silber. Dem gegenüber steht ein Silberangebot von etwa 650 Millionen, das sich grob aus 3 Teilbereichen zusammensetzt. 200 Mio. Unzen werden aus dem recycelfähigen Material (das vor allem aus der Fotoindustrie stammt) wieder gewonnen, 300 Mio. Unzen werden bei der Erzförderung (Kupfer, Blei, Gold, Zink) als Kuppelprodukt (Beiprodukt) gefördert und die restlichen 150 Mio.
Unzen stammen aus reinen Silberbergwerken. Extrem problematisch könnte sich eine höhere Silbernachfrage auswirken. Bedingt durch den tiefen Silberpreis über Jahre wurden viele Minen stillgelegt und die Exploration extrem zurück gefahren. Selbst bei deutlich höheren Preisen ist eine Inbetriebnahme neuer Minen nur auf Sicht von einigen Jahren möglich. 
Wegen der großen Abhängigkeit des Silbers von der Verbrauchs- und Produktionsentwicklung anderer Metalle (da Beiprodukt) ist eine Ausweitung der Silberproduktion extrem schwierig und langwierig. Bei dem aktuellen Silberpreisen rechtfertigen nur extrem hohe Konzentrationen von Silber einen Abbau. Die wenigen übrig gebliebenen Silberminen, sind entweder reine Explorer (die Silberreserven suchen oder aufkaufen) oder die Dank eines weiteren Metalls (z.B. Gold) die Produktionskosten im ganzen abdecken können.

Industrie (Silber): Die markanten Eigenschaften von Silber machen es praktisch unmöglich, dieses in der Industrie durch ein anderes Metall zu ersetzen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die industrielle Nachfrage seit 1950, aber besonders in den neunziger Jahren, stark angestiegen ist. Der prozentuale Silberanteil eines Produktes ist jedoch sehr gering. Das hat zur Folge, dass ein Preisanstieg bei Silber, egal wie hoch, prozentual gesehen eine sehr geringe Auswirkung auf den Endpreis eines Produktes hat. Auf der anderen Seite verhindert der geringe Silberanteil eine sinnvolles recyceln von Silber und somit geht ein Großteil dieses Silbers (ähnlich wie bei Platin und Palladium) für immer verloren.

Medizin (Silber):→In der Medizin wird Silber vor allem wegen seiner Bakterien tötend und hygienischen Eigenschaften verwendet. Die Bakterien tötende Wirkung beruht auf der Bildung einer dünnen Silberoxydschicht, die beim Kontakt von Silber mit dem Sauerstoff in der Luft zu entsteht. Diese mit bloßem Auge unsichtbare Schutzschicht (AgO2) ist in geringen Mengen wasserlöslich und nur ein Molekül dick. Die dabei freiwerdenden Silber-Ionen haben eine fungizide (Pilz- und Sporen tötende), sowie antiseptische (Erregertötende) Wirkung.
Bakterien und Keime aller Art werden dadurch völlig unschädlich. Der Kenntnis dieses Phänomens bedient sich Wissenschaft und Medizin bereits seit langer Zeit, z.B. für Chirurgische Instrumente. Verblüffend ist auch, dass sich mit 2 Gramm Silber etwa 1 Million Kubikmeter Wasser sterilisieren lassen. Das kolloide Silber wirkt in weniger als 6 Minuten gegen über 650 Krankheitsbilder und das ohne bekannte bzw. bedenkliche Nebenwirkungen. Es ist die Alternative gegenüber Antibiotika (und anderen Medikamenten), weil es ohne Nebenwirkungen ist und vor allem nicht resistent gegenüber Viren und Bakterien wird.

Anlage (Silber): In den letzten Jahrhunderten standen Silber und Gold immer in Konkurrenz zueinander. Mit der Einführung des Goldstandards um 1870 verlor es den letzten Kampf und war endgültig an zweite Stelle gerutscht. Silber galt schon immer als das Gold des kleinen Mannes. Als Werterhaltungsmittel oder als Münzgeld überstand es alle Kriege, Regime und Gesellschaftsformen, so mal dessen Besitz im Gegensatz zu Gold nie verboten war. Anleger können heute zwischen Münzen und Barren aus Silber wählen. In Deutschland sind die bekanntesten Anlagemünzen die australische Kookaburra Silbermünze, die kanadische Maple Leaf und der amerikanische American Eagle jeweils in Silber. Silber war und ist über viele Jahrzehnte hinweg das billigste Anlagemetall. Anfang 1980 kostete die Unze ca. 50 US$ und verlor in den darauf folgenden 20 Jahren über 90% an Wert.

Spekulanten:→Einer der erfolgreichsten Anleger aller Zeiten, Warren Buffett, begann am 25. Juli 1997 Silber aufzukaufen, eine Woche nachdem der Preis auf den tiefsten Wert seit vier Jahren bei 4,145 Dollar die Unze abgesackt war. Bis Januar 1998 hatte er so 129,71 Mio. Unzen Silber (entspricht ca. 20% der weltweiten Jahresproduktion) erworben. Buffett offenbarte sich als Aufkäufer am 3. Februar 1998. Am nächsten Tag schoss der Silberpreis in die Höhe, zunächst auf den höchsten Stand seit neun Jahren bei 6,615 Dollar und zwei Tage später bis auf 7,50 Dollar je Unze. Neben Buffett haben auch Georg Soros und Microsoft-Gründer Bill Gates bis heute beachtliche Summen in Silber bzw. Silberaktien investiert.


Im Jahre 1920 mit der Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde der amerikanische Dollar an das Gold gebunden. Durch den Paritätskurs waren alle anderen Währungen an den US-Dollar gekoppelt, so dass jede Nation Ihren eigenen Goldkurs ausrechnen kann.
Als Einheit des Goldgewichts gilt die Troy Ounce → Feinunze, die ausschließlich für Edelmetalle gilt 1 Unze = 31,1034807 Gramm (kommt aus dem anglo-amerikanischen)
1920 war eine Troy Ounce 20 US-Dollar wert. Gehandelt wurde an der Londoner Goldbörse und ausschließlich die USA sorgten für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage.

Ab 1962 kamen die zehn führenden Industrienationen hinzu. Man einigte sich auf eine Basis von 35 US-Dollar je Feinunze. Seit 1968, durch die Spaltung in einen offiziellen Markt für Nationalbanken und einen freien Markt für das verarbeitende Gewerbe und das Produzierende bildeten sich weitere Handelsplätze → (Bsp.) Frankfurt am Main, Zürich, Sydney, Hongkong,...

Nach wie vor wird das Gold in US-Dollar pro Feinunze gehandelt. An den Börsen wird mit physischem Gold, Terminkontrakten, Futures und Optionen Handel betrieben.
Die Standardbarren, welche gehandelt werden haben meist ein Gewicht von 1000 Troy Ounces = ca. 31,1 kg.


Der Goldkurs wird weltweit in US-Dollar pro Feinunze oder auch Troy-Unze genannt errechnet.
Die Feinunze wird heute hauptsächlich noch zur Gewichtsangabe von Edelmetallen (Gold, Silber, Platin) benutzt.

Eine Feinunze ist nach heutiger Definition exakt 31,1034768 Gramm schwer.

Um den Goldkurs in Euro um zu rechnen, benötigt man zuerst den Goldkurs in US-Dollar.

Wir nehmen uns das Datum vom 29.09.2009. Hier wurde die Feinunze mit 991,6 US-Dollar gehandelt und 1 Euro hatte einen Wert von 1,455 US-Dollar.

Nun teilt man die 991,6 durch die Anzahl der Gramm einer Unze und teilt dann dieses Ergebnis wieder durch die 1,455 und erhält nun den Grammpreis in Euro.
Beispiel:
991,6 US-Dollar : 31,1 Gramm = 31,88 Dollar je Gramm : 1,455 = 21,91 € je Gramm


Den Edelmetallen werden teilweise auch unedle Metalle beigemischt um sie zu härten und die Farbe zu verändern → Gelbgold, Weißgold, Rotgold Legierungsmetalle→ Silber, Kupfer, Palladium, Nickel, Zink.
Feinheit Karat, nicht zu verwechseln mit der Angabe Carat (Edelsteingewicht 1 ct = 0,2 g)

Jedes Metall besitzt bestimmte Eigenschaften, die durch Zugabe von anderen Metallen entweder verstärkt oder minimiert werden. Bei Gold wird aufgrund der geringen Härte, der Farbänderung, der Veränderung des Schmelzpunktes, der Dichte und der Zugfestigkeit sowie aus Kostengründen eine Legierung mit anderen Metallen vorgenommen.

Die Anzahl der Goldlegierungen ist heutzutage fast nicht mehr überschaubar. Die Schmuckbranche, das Münzwesen und besonders die Zahntechnik haben in den letzten Jahren spezielle Variationen entwickelt, die zudem von Land zu Land leicht abweichen. Fast alle Farbvarianten von Goldlegierungen, unabhängig vom Feingehalt, werden mit den beiden Zusatzmetallen Silber und Kupfer erzielt. In der Fachsprache wird diese Legierung als Rotgold bezeichnet, wobei die Prozentanteile der drei Metalle schwanken können.

Weißgold, eine Legierung aus Nickel und Palladium, konnte sich um die Jahrhundertwende durchsetzen. Damals sollte das teure Platin durch ein ähnlich gefärbtes Metall ersetzt werden. Palladiumweißgold besteht hauptsächlich aus Gold, Palladium und Silber und ist teurer als Nickelweißgold, das größtenteils aus Gold, Nickel und Kupfer besteht.

Exoten sind das in Thailand verbreitet Thaigold, das aus 965er Gold und einem nicht definierten Restanteil besteht. Hingegen ist das Nordische Gold keine Goldlegierung, sondern eine Legierung aus 89% Kupfer, je 5% Aluminium und Zink sowie 1% Zinn. Sie ist nicht magnetisierbar und wird zur Herstellung von Euromünzen mit den Nominalen 50, 20 und 10 Eurocent verwendet.

1000/1000 = Feingold 24 Karat
986/1000 = Dukatengold (Münzwesen)
917/1000 = Münzgold meist Kaiserreich oder arabischer, orient. Schmuck 22 Karat
900/1000 = Münzgold
833/1000 = 20 Karat Schmuckgold, teilweise Zahngold *
750/1000 = 18 Karat Schmuckgold
585/1000 = 14 Karat Schmuckgold
417/1000 = 10 Karat Schmuckgold (oft Amerika)
375/1000 = 9 Karat Schmuckgold
333/1000 = 8 Karat Schmuckgold

Per Definition darf in Deutschland Gold ab einer 333er Feinheit als Gold bezeichnet werden. In Großbritannien und in der Schweiz liegt die gesetzliche Grenze bei 375 und in Österreich bei 250er Feinheit (auch Viertelgold bezeichnet).

Dies heißt für Sie beim Altgoldankauf z.B.:
Sie liefern 50 Gramm 585/- Schmuckgold und 25 Gramm 750/- Schmuckgold
50 x 0,585 = 29,25 Gramm Feingold x Tagespreis = Ihre Auszahlung
25 x 0,750 = 18,75 Gramm Feingold x Tagespreis = Ihre Auszahlung


Gold und Silber sind wohl die ersten metallischen Werkstoffe des Menschen der Frühgeschichte. Schon aus der Steinzeit liegen uns Funde von bearbeitetem Gold vor. Seit jener Zeit gilt das Gold mit seinem Glanz, seiner Farbe, Beständigkeit und Seltenheit und seiner Biegsamkeit als das Symbol für Reichtum, Glück, Macht und Magie. Diese Sonderstellung hat es bis in unsere Epoche behalten.
Die Ägypter kannten schon vor dem Jahr 3000 v. Chr. das Gold als NUB, sie beschafften es aus den Goldländern Afrikas, Nubien und Äthiopien. In ihren Texten werden das Schmelzen von Gold mit dem Blasrohr und das Feuersetzen beschrieben, ein Verfahren, mit dem sie aus dem Gold führenden Gestein das Metall ausbringen konnten. Etwa ab 2700 v. Chr. dienten Goldbarren und Ringe von vereinheitlichtem Gewicht als Geld. Auch die Bewohner außerägyptischer Länder kannten das Gold, dies bewiesen Funde im unteren Euphratgebiet (altsumerische und chaldäische Kultur), in Kreta und in Ophir (Südostafrika).

Seit der Bronzezeit wird Gold auch in Spanien, Frankreich und in den Alpen gewonnen. Die Phönizier und die Römer haben dieses Erbe übernommen. Man konnte Silber und Gold nicht scheiden, sondern verwandte silberhaltiges Gold, soweit es legiert gewonnen wurde. Im frühen Mittelalter entwickelte sich ein weiteres Goldbergbaugebiet in den europäischen Mittelgebirgen. Mit der Entdeckung Amerikas im Mittelalter weitete sich die Goldgewinnung dann erneut aus. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erbringen die reichen, dem großtechnischen Abbau zugänglichen Goldvorkommen von Afrika und Amerika so große Goldmengen, wie sie die Industrie der Gegenwart benötigt.

Silber ist in Ägypten und im Euphratraum schon vor 3000 v. Chr. in Verwendung. Um 1600 v. Chr. gewannen die Phönizier Silber aus spanischen Gruben, ab etwa 600 v. Chr. die Athener Silber aus ihren Bergwerken in Laurion. In Mitteleuropa beginnt man im Elsass, Lahn- und Siegerland nach Silber zu schürfen. Im frühen Mittelalter lieferten der Harz und Sachsen, Böhmen, Ungarn, Tirol und Steiermark bedeutende Mengen an Silber. Die Entdeckung und Ausbeutung der amerikanischen (Mexiko, Peru) vom 16. Jahrhundert an führten zu einem Überangebot und Preisverfall.

Seit dem 19. Jahrhundert fällt die Hauptmenge des Silbers als Nebenprodukt bei der Gewinnung und Raffination von Kupfer, Blei oder Zink an. In dieser Zeit war das Silberangebot meist größer als der Bedarf und sein Preis daher niedrig. Die nächsten Jahre haben hier einen Umschwung herbeigeführt. Steigende Verwendung in der Elektrotechnik, in der Besteck und Silberwaren Industrie, im Münzwesen und in der Fotografie ließen den jährlichen Silberbedarf über die Jahresgewinnung ansteigen. Demzufolge stieg der Silberpreis von 1950 bis in die 80ziger Jahre stetig an um dann auf das heutige Niveau zu fallen. Wie wird es weiter gehen?

Platin war den Mayas in Mittelamerika schon vor dem 15. Jahrhundert bekannt. Sie tränkten Presslinge aus Platinkörnern mit geschmolzenem Gold und gestalteten Schmuck. Die europäischen Konolisatoren konnten zwar Gold oder Silber gebrauchen, nicht aber das edle, schwere, unschmelzbare, wie Silber aussehende Platin (platina = spanisch = Silberlein). Im 18. Jahrhundert wurden die russischen Platinlagerstätten entdeckt und abgebaut. Ungefähr seit 1800 werden Platin Halbzeuge und Fertigteile durch Sintern und ab ca. 1850 durch Schmelzen und Verformen hergestellt.

Platinbegleitmetalle (Palladium, Rhodium, Iridium, Ruthenium, Osmium) sind im 19. Jahr-hundert im Zuge der Entwicklung der chemischen Analyseverfahren entdeckt und beschrieben worden. Erst seit 1930 werden die reichen Platin Lagerstätten in Südafrika abgebaut. Etwa zur gleichen Zeit fand man in den Nickelerzen in Kanada Palladium und Rhodium. Die Platin-Beimetalle sind Begleiter des Platins in fast allen seinen Fundstätten→ Osmium vorwiegend in Tasmanien.

Parallel mit der bergmännischen Gewinnung der Rohedelmetalle entwickelten sich die Anfänge einer Scheideindustrie, die das Rohmetall raffinierte. Gleichzeitig bemühte man sich, auch arme Abfälle anzureichern und das darin enthaltene Edelmetall zu extrahieren. Neben der Gold Silber Scheidung seit 1433 mit Salpetersäure, tritt 1802 die Schwefelsäure Scheidung und 1884 die elektrolytische Aufarbeitung als Meilenstein. Seit etwa 1500 kennt man die Feuerprobe von Agricola.

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